U23-EM: Fünf Athlet:innen am Start, Nicole Bauer mit bester Einzelplatzierung
Nicole Bauer (ULC Riverside Mödling) steigerte ihre persönliche Bestleistung auf der Bahn - sie qualifizierte sich ja mit einem 5 km Straßenlauf - auf 16:45,45 min. In der Meldeliste war die EM-Debütantin nur auf Rang 31 gelegen, sie war daher sehr zufrieden mit ihrem Auftritt: „Auf der Bahn ist doch ganz anders zu laufen als auf der Straße, weil man sich ständig ans Feld anpassen muss, es ist alles sehr dynamisch. In so einer starken Besetzung zu laufen ist doch etwas Besonderes, deshalb bin ich mit meiner ersten Leichtathletik-EM sehr zufrieden. Bis Kilometer vier ist es sehr gut gelaufen, dann ist mir das Laktak ziemlich eingeschossen. Ich habe aber bis zum Schluss gekämpft und noch das Beste rausgeholt. Über die klare PB freue ich mich sehr, wenn es nicht so heiß ist kann ich aber sicher noch schneller laufen.“
Max Förster mit Sprintstaffel fast im Finale
SVS-Sprinter Max Förster, der seine 100-m-Bestzeit heuer mehrfach steigerte, kam in der starken 4x100-m-Nationalstaffel zu Einsatz. Österreichs Quartett lief in folgender Formation: Vasily Klimov (KLC), Max Förster (SVS LA), Enzo Diessl (SU Leibnitz) und Felix Lang (ATSE Graz). Startläufer Klimov kam mit einer ausgezeichneten Reaktionszeit gut aus den Blöcken und lief eine starke Kurve, die Übergabe auf Förster war einwandfrei. Auch der zweite Wechsel auf Diessl verlief sehr flüssig, der Hürden-Europameister zeigte einen großartigen Kurvenlauf und übergab das Staffelholz auf Position drei liegend. Felix Lang verlor zwar auf der Zielgerade noch zwei Positionen, mit 39,63 s wurde der wenige Tage alte ÖLV-U23-Rekord um 15/100 s verbessert. Das ergab für eine tolle Staffel insgesamt Rang 11, gerade einmal 13/100 s fehlten auf den Finaleinzug.
100 m Hürden: Testa und Mayrhofer scheitern im Vorlauf
Die in Kalifornien lebende Hürdensprinterin des ATSV OMV Auersthal, Ava Mariana Testa, zeigte bei starkem Gegenwind im 100-m-Hürden-Vorlauf eine gute Leistung und bestätigte ihre Form. Mit 13,69 s sah es lange danach aus, als ob sie über die Zeitregel (q) ins Semifinale aufsteigen würde. Die ersten fünf Vorläufe hatten Gegenwindbedingungen, aber justament im sechsten und letzten Vorlauf gab es Rückenwind, was die Läuferinnen zu nutzen wussten und Testa auf Rang 25, somit aus den Top-24, drängten. Die SVS-Athletin Nina Mayrhofer kam im 100-m-Hürdensprint auf 13,93 s und Rang 36. Für sie war es die vierte Zeit unter 14 Sekunden in ihrer bisherigen Karriere.
400 m Hürden: Dlauhy mit nicht ganz perfektem Rennen am Aufstieg vorbei
Die 22-Jährige begann gut, musste auf der Gegengeraden im 400-m-Hürden-Vorlauf den Abstand nur minimal korrigieren und lag bis eingangs der zweiten Kurve gut im Rennen um die Aufstiegsplätze. Dann aber ein Schreckmoment, die Anja Dlauhy (ULC Riverside Mödling) blieb an der siebente Hürde mit dem Schwungbein hängen und kam fast zu Sturz. Damit war eine gute Zeit dahin, trotz einer starken Zielgerade reichte es nur mehr zu 58,54 s und Rang fünf in diesem Heat. Für den Semifinaleinzug wären 58,13 s notwendig gewesen, ein Wert, der in der Reichweite Dlauhys lag, die den Wettkampf somit auf Platz 28 beendete.
20/07/25 09:29, Text: NÖLV Redaktion
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