Österr. Hallen-Staatsmeisterschaften mit Top-Zeit von Lindner
Über 60 m der Damen war es ein heißes Duell um Gold zwischen Magdalena Lindner (Union St. Pölten) und der Vorarlbergerin (bis dahin Jahresschnellsten) Isabel Posch. Lindner zeigte im Finale ein tolles Rennen und konnte zum sechsten Mal in Folge den Titel gewinnen. Als sie die Zeit im Ziel sah, war die Freude enorm, denn mit 7,21 s verbesserte sie ihre persönliche Bestzeit um 11 (!) Hundertstel und blieb nur 0,01 s über dem Hallen-WM-Limit. Damit dürfte sie ihr Ticket für das Großereignis Ende März fixiert haben. Zum Tagesabschluss holte sie sich dann auch noch die Goldmedaille über 200 m mit einer Zeit von 23,94 s.
Aus NÖLV-Sicht war das Sprintfinale sehr erfolgreich, denn fünf Damen standen im Finale. Nina Mayerhofer (SVS-Leichtathletik) durfte dabei als Fünfte mit 7,53 s über eine neue PB jubeln und auch über 60 m Hürden stellte sie als Vierte eine Bestzeit von 8,54 s auf. Über 200 m gab es ein komplettes NÖ-Podest: Silber hinter Lindner ging an Muriel Wohlrab mit 24,55 s und Bronze an Anja Dlauhy mit PB von 24,78 s (beide ULC Riverside Mödling).
Ein starkes Sprint-Comeback zeigte Markus Fuchs (Union St. Pölten). Bei seinem ersten Rennen der Saison sprintete er 6,70 s und kürte sich zum Hallen-Staatsmeister über 60 m.

Krifka-Geschwister auf Bestleistungs-Kurs
Der junge Felix Krifka (SVS-Leichtathletik) stellte am Samstag einen neuen ÖLV-U20-Rekord über 200 m auf. Nachdem er zuletzt schon den Landesrekord in dieser Altersklasse unterbot, lief er nun mit 21,48 s auch zum nationalen Rekord. Dieser wurde bisher von niemand geringerem als Enzo Diessl gehalten. Krifka gewann mit seiner Zeit Silber hinter Niklas Strohmayer-Dangl.
Ebenfalls in Bestform präsentierte sich Felix ältere Schwester Christiane Krifka. Sie konnte zum dritten Mal in Folge den Titel im Hochsprung der Damen gewinnen. Dabei flog sie über eine neue persönliche Besthöhe von 1,82 m. Zur Familien-Medaillensammlung kam auch noch Bronze im Weitsprung mit 5,86 m. Eine PB gab es für Chrissi außerdem über 60 m Hürden, wo sie mit 8,77 s Sechste wurde. Silber im Weitsprung holte Moyo Bardi (Union St. Pölten) mit 6,16 m.
Auch der Goldsprung und die Titelverteidigung gelang Lionel Strasser (ULC Riverside Mödling) im Hochsprung der Männer. Er setzte sich mit 2,10 m durch, an der nächsten Höhe scheiterte er nur knapp. Dritter wurde Andreas Steinmetz (SVS-Leichtathletik) mit 1,94 m.

Premierensiege für Filin und Dlauhy
Im Stabhochsprung der Männer durfte Yurii Filin (Union Pottenstein) über seinen ersten Staatsmeistertitel jubeln. Mit einer neuen persönlichen Bestleistung von 5,05 m setzte er sich gegen die Konkurrenz durch. Sein Vereinskollege Oliver Latzelsberger gewann mit 4,75 m Bronze.
Einen Premierensieg gab es auch für Anja Dlauhy (ULC Riverside Mödling). In einem spannenden 400-m-Duell hatte sie am Ende die Nase vorne und siegte mit neuer PB von 54,29 s. Knapp dahinter Silber erlief Lena Pressler (Union St. Pölten) mit 54,40 s. Erst einmal wurde Dlauhy Staatsmeisterin in einem Einzelbewerb und zwar 2024 (Outdoor) über 400 m Hürden. Dlauhys bisherige Siege waren in Nachwuchs-Kateorien oder mit der Staffel.
Zum Tagesabschluss siegte die 4x200 m Frauenstaffel des ULC Riverside Mödlings mit Muriel Wohlrab, Anja Dlauhy, Selina Müller und Nadine Wirobisch vor dem KLC und der SVS-Leichtathletik (L. Böhm, I. Gradl, C. Krifka, N. Mayrhofer). Bei den Männern gab es keine NÖLV-Medaille. Medaillen gab es aber im Kugelstoßen. Dort gewannen Bettina Weber (SVS-Leichtathletik) mit 13,26 m (SB) und Matthias Krach (ATSV OMV Auersthal) mit 16,15 m jeweils Silber.

Laufentscheidungen: Gold für Niklas Kainrath
Der neue Staatsmeister über 800 m heißt Niklas Kainrath (Union St. Pölten). Mit einer Zeit von 1:53,31 min lief er souverän zu Gold. Über 800 m der Damen durfte sich Tabea Schmid (ULC Riverside Mödling) über eine neue PB von 2:11,10 min und Silber freuen. Über 1500 m stellte sie auch eine PB von 4:25,77 min auf und wurde Vierte. Gleich zwei Mal Bronze gab es für Katharina Pesendorfer und Bernhard Schmid (beide SVS-Leichtathletik). Beide wurden zwei Mal Dritter und zwar über 1500 m und 3000 m. Für Berni gab es über 3000 m eine persönliche Bestzeit von 8:33,33 min.
Die NÖLV-Bronze-Statistik erweiterten Barbara Hollinger (Union Pottenstein) und Franz Kropik (SVS-Leichathletik) mit Platz drei im 3000 m Bahngehen. Hollinger stellte mit 15:59,31 min einen NÖLV-Mastersrekord in der W35 auf.

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- Fotos (© ÖLV / @amri.sports)
- Fotos (© ÖLV, Alfred Nevsimal)
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01/03/26 10:53, Text: NÖLV Redaktion
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