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Weltmeisterschaft in Tokyo mit Hudson und Pallitsch

Pallitsch & Hudson ©ÖLV / Sonia Maleterova

Von 13. bis 21. September finden in Tokyo (JPN) die 20. Weltmeisterschaften in der Leichtathletik statt. Teil des 10-köpfigen österreichischen Teams waren zwei NÖLV-Athlet:innen. Raphael Pallitsch (Union St. Pölten) sorgte zu Beginn der WM mit dem Einzug ins 1500-m-Semifinale und Platz 21 für eine starke Leistung. Victoria Hudson (SVS-Leichtathletik) schaffte am Ende der WM-Woche die Qualifikation für das Speerwurf-Finale, wo sie dann den 10. Rang belegte. 

Pallitsch hauchdünn am Finale vorbei

Raphael Pallitsch (Union St. Pölten) qualifizierte sich am ersten WM-Wochenende (13./14.9.) über 1500 m für das Semifinale. Dort zeigte er wieder ein starkes Rennen und wurde am Ende 21. mit einer Zeit von 3:36,94min. Auch der Finaleinzug war in Reichweite. Am Ende fehlte ihm nur ein Hunderstel. 

Zum Rennverlauf: Raphael Pallitsch musste im 1500-m-Semifinale weit innen im Feld starten und hielt sich somit zu Beginn aus allen Positionskämpfen heraus. Als der Kanadier und der Italiener vor ihm stürzten, musste der EM-Sechste (2024 in Rom) ausweichen und über die am Boden liegenden Konkurrenten springen. Das restliche Feld blieb bei relativ moderatem Tempo dicht geschlossen und absolvierte die 1.000m-Marke in 2:28 Minuten. Der 35-Jährige sparte weiter auf der Innenbahn Energie und packte auf der Zielgerade wie geplant einen seiner sensationellen Sprints aus. Von der letzten Position angreifend versuchte er zuerst außen zu überholen, als dort der Weg aber blockiert war ging er wieder nach innen und suchte dort die Lücke. Die ging im Halbfinale aber nicht so wie im Vorlauf weit genug auf und der Hallen-WM-Siebente konnte trotz der schnellsten letzten 100 m aller Teilnehmer nicht voll durchziehen. Im Ziel fehlte mit Rang 7 in seinem Lauf gerade einmal 1/100s auf den angestrebten sechsten Platz für das Finalticket – eine sensationelle Leistung blieb damit unbelohnt. Die Zeit von 3:36,94 min brachte Pallitsch in der Endabrechnung den sehr starken Platz 21, aber auch große Enttäuschung ob der vergebenen Finalchance, wie er anschließend im Interview zu Protokoll gab.

Raphael Pallitsch

Hudson mit Top-10-Ergebnis

Bei ihrer vierten Weltmeisterschaft stand Victoria Hudson (SVS LA) am zweiten WM-Wochenende (20./21.9.) zum zweiten Mal im Finale. Dort riskierte sie alles für die erträumte Medaille, doch leider erwischte sie nicht den perfekten Wurf. Insgesamt wurde sie Zehnte mit 59,52 m und erreichte ein weiteres internatioales Top-10-Ergebnis.

In der Qualifikation machte Hudson es zwar zu Beginn spannend, im dritten Durchgang erzielte sie dann aber 62,85m und sicherte sich mit der fünftgrößten Weite des Tages das Finalticket. Bei dieser WM kam im Finale des Speerwurfes das 10-8-6 Event-System zur Anwendung. Alle Finalisten hatten 3 Würfe, die Top 10 nach 3 Versuchen einen 4. Wurf, die Top 8 nach 4 Versuchen einen 5. Wurf und die Top 6 nach 5 Versuchen durften den 6. und letzten Durchgang bestreiten.

Victoria Hudson, die Nummer 1 der aktuellen Jahresweltbestenliste fühlte sich nach der Qualifikation sehr gut und wollte im Finale vom Beginn weg attackieren. Die 29-Jährige begann ihren Wettkampf aber mit einem ungültigen Versuch, in Runde zwei schrieb sie dann aber an und schob sich mit 59,52 m auf Position 7. Im dritten Durchgang schaffte die Niederösterreicherin mit einem relativ steil angestellten Wurf keine Steigerung und machte den Versuch wieder ungültig. In Führung nach Halbzeit des Bewerbes lag mit neuem nationalen Rekord von 65,12 m Juleisy Angulo (ECU), die Hudson hatte Platz 9 inne und damit zumindest noch einen weiteren Wurf. Jetzt stand die Europameisterin (Rom 2024) aus Hainburg also vor einer ähnlichen Situation wie in der Qualifikation, der nächste Wurf musste entscheiden, ob sie im Bewerb verblieb. Doch dieses Mal sollte es nicht sein, der Wurf war wieder zu kurz und wurde von ihr ungültig gemacht. So kam die ÖLV-Rekordlerin mit 59,52 m und Rang 10 nicht ganz an ihren 5. Platz von der WM 2023 in Budapest (HUN) heran, ein Top-10-Ergebnis bei einer WM ist aber aller Ehren wert. An der Spitze änderte sich nichts mehr, der Sieg ging an Juleisy Angulo (ECU), die damit ihren größten Erfolg feierte.

Victoria Hudson

Text-Quelle: ÖLV

20/09/25 17:04, Text: NÖLV Redaktion

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