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Team-EM (Tag 3): Victoria Hudson siegt, Team schafft als Zweiter Aufstieg

Victoria Hudson (C) ÖLV/Nevsimal

Am letzten Tag der Team-EM (Division 3) im Rahmen der 3. European Games in Krakau-Malopolska (POL) feierte Victoria Hudson (SVS-Leichtathletik) einen klaren Disziplinensieg im Speerwurf, auch die anderen NÖLV-Athlet/innen setzten sich sehr gut in Szene. Österreich schaffte Platz 2 im Endklassement und damit den Aufstieg in die Division 2.

Wie bei allen Disziplinen war auch im Speerwurf der Frauen einmal ein Sicherheitswurf angesagt, und Victoria Hudson (SVS-Leichtathletik) setzte das mit 49,86 m wie geplant um. Dann legte die Niederösterreicherin aber so richtig los und schleuderte das 600-g-schwere Gerät auf starke 60,27 m, was die Führung bedeutete. Es folgten Wurfe auf 55,69 m und ein ungültiger Versuch. Auch nach dem nächsten Wurf übertrat die 27-Jährige absichtlich die Abwurflinie, da er keine Verbesserung gebracht hatte. Auf Durchgang 6 verzichtete Hudson dann, die 15 Punkte waren da bereits deutlich fixiert. Mit einem Vorsprung von nicht weniger als 13,04 m war es der bisher deutlichste Sieg einer Athletin bei diesen Team-Europameisterschaften. Hudson kommentierte ihren Wettkampf folgendermaßen: „Der erste Wurf war ziemlich verhalten, der zweite hat dann sehr gut gepasst. Über 60m geworfen zu haben freut mich sehr, aber vor allem der erste Platz fürs Team war wichtig. Es ist ein toller Kampf mit Irland, das war sehr spannend, das Schönste aber ist der Aufstieg in die 2. Liga.“

Strasser liefert sich ein spannendes Hochsprung-Duell und wird Zweiter

Der Hochsprung der Männer wurde in zwei Gruppen zu je sechs Athleten ausgetragen, dementsprechend schnell war der Ablauf, nach 45 Minuten war alles schon wieder vorbei. In Pool A startete Lionel-Afan Strasser (ATSV OMV Auersthal) mit einem souveränen Sprung über 1,90 m, um einmal eine Höhe stehen zu haben. Auch die folgenden 2,00 m, 2,04 m und 2,08 m stellten für den Niederösterreicher kein Problem dar, erst bei 2,11 m folgte der erste Fehlversuch. Im zweiten Versuch war der 20-Jährige dann über diese Höhe drüber, jetzt ging es um den Sieg in dieser Disziplin gegen den Konkurrenten aus Irland, nur diese beiden waren noch im Bewerb verblieben. Da beide die 2,14 m an diesem Tag aber nicht mehr schafften, entschied der eine Fehlversuch bei 2,11 m gegen den Österreicher, der so den Sieg im Hochsprung nur hauchdünn verpasste.

Markus Fuchs über 200 m auf Platz 3

Markus Fuchs (Union St. Pölten) läuft die 200 m nicht sehr oft, letztes Jahr zwei Mal, und auch heuer hatte er erst einen Start über diese Distanz in den Beinen. In Chorzów sah es bis eingangs der Zielgerade sehr gut aus, der Niederösterreicher lag in Führung, bevor er erst den Sprinter aus Irland ziehen lassen musste und auf den allerletzten Metern auch noch der Konkurrent aus Georgien an ihm vorbei ging. Der 27-Jährige finishte so als Dritter in einer Zeit von 20,99 s (0,5) und erzielte 13 Zähler für die Teamwertung. Fuchs sagte nach dem Rennen: „Ich habe mich schon am Start nicht ganz wohl gefühlt. Die Kurve war dann noch ganz ok, dann war es ein Kampf bis ins Ziel. Dort hat es mich dann umgehaut und ich hatte Probleme mit dem Kreislauf. Durch die gute Kühlmaßnahmen unseres Teams habe ich mich aber schnell wieder erfangen. Jetzt ist aber einmal Ruhe angesagt, ich glaube es war alles ein wenig viel in den letzten Wochen.“

Hindernisläuferin Pesendorfer zollt hohem Anfangstempo Tribut - Platz 4

Wie erwartete liefen 3.000-m-Hindernis-Europameisterin Luiza Gega (ALB) und die Läuferin aus Israel ab dem Startschuss vorne auf und davon, dahinter wechselten sich Katharina Pesendorfer (SVS-Leichtathletik) und die Irin zunächst mit der Tempoarbeit ab. Nach rund der Streckenhälfte musste die Niederösterreicherin aber abreißen lassen und befand sich nun alleine laufend auf Position 4. Nach 10:33,55 min kam die 23-Jährige durch die Hitze am Ende ihrer Kräfte ins Ziel, konnte aber damit 12 Punkte für Team AUT holen. Gega schaffte mit ihrem Sieg in 9:17,31 min etwas Besonderes, sie zog mit 13 Top-3-Plätzen an der Spitze der ewigen Bestenliste bei Team-Europameisterschaften mit Ivet Lalova-Collio (BUL) gleich. „Ich habe ein wenig riskiert heute und dafür ordentlich gebüßt. Ich war auch gar nicht locker vor dem Rennen, das macht es für mich dann immer schwer. Die Saison war für mich schon sehr lange und ich bin froh, dass sie jetzt vorbei ist", sagte Pesendorfer.

Zweiter vierter Platz von Sandra Schauer - dieses Mal über 1.500 m

Sandra Schauer (Union St. Pölten) hatte schon die 5.000 m vom Dienstag in den Beinen, was man ihr aber heute überhaupt nicht anmerkte. Die Niederösterreicherin hielt sich in einem Rennen, in dem lange nichts passierte, immer in den Top-4 auf und konnte auch auf der Schlussrunde lange mit der Spitze mithalten. Mit 4:31,96 min und Platz 4 blieb die 26-Jährige nur gut drei Sekunden über ihrer persönlichen Bestzeit, was bei diesen heißen Bedingungen kein leichtes Unterfangen war. Wieder 12 Punkte für Team rot-weiß-rot. „Mit dem Rennen bin ich heute sehr zufrieden. Der Plan ist in dem taktischen Rennen gut aufgegangen, ich konnte sogar sehr lange am Ende mitgehen, denn die anderen kommen ja von den kürzeren Strecken und haben daher den besseren Endspurt", kommentierte Schauer ihren heutigen Lauf.

Erste 4x400-m-Mixed-Staffel der ÖLV-Geschichte mit Lena Pressler

Das Ergebnis des letzten Bewerbes, der 4x400-m-Mixed-Staffel spiegelt die ganzen drei Wettkampftage wider: Irland war diesmal knapp besser als Österreich. Das ÖLV-Team musste kurz vor dem Lauf noch eine Auswechslung vornehmen, da Niklas Strohmayer-Dangl (B) wegen Problemen mit dem Zwerchfell ausfiel und durch Hürdenspezialist Leo Köhldorfer (OÖ) ersetzt wurde. Die Staffel begann stark, Alessandro Greco (W) übergab auf Platz 1 liegend auf Lena Pressler (Union St. Pölten), die dann aber die Irin ziehen lassen musste. Auf den Positionen drei mit Köhldorfer und vier mit Susanne Gogl-Walli (OÖ) änderte sich an den Abständen nicht viel, die Konkurrenz war jeweils auf einem ähnlichen Level unterwegs. Trotzdem bedeuten die 3:22,46 min österreichischen Rekord in dieser jungen Disziplin, die noch nie von einer ÖLV-Staffel bestritten wurde.

Platz 2 im Endklassement und Aufstieg in Divison 2

In zwei Jahren wird Österreich in Madrid (ESP) in der zweiten Leistungsklasse antreten und erreichte somit das gesetzte Ziel. Irland, Österreich und Israel heißen die Aufsteiger. Der Endstand:

1. Irland 494 - 2. Österreich 473,5 - 3. Israel 434 - 4. Bosnien und Herzegowina 363 - 5. Malta 353,5 - 6. Georgien 290 - 7. Andorra 269 - 8. Montenegro 258 - 9. Albanien 257 - 10. Armenien 255 - 11. Nordmazedonien 235 - 12. San Marino 192 - 13. Aserbaidschan 180 - 14. Kosovo 150 - 15. Liechtenstein 32.

Ergebnisse

Fotos (honorarfrei verwendbar bei Nennung ÖLV / Alfred Nevsimal)

Livestream

Foto (C) ÖLV/Alfred Nevsimal

22/06/23 14:00, Text: NÖLV Redaktion


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