ÖLV-Rekorde für Pressler und Fuchs
Gleich zu Beginn des top-besetzten Meetings zeigte Lena Pressler (Union St. Pölten) ein starkes Rennen über 400m Hürden. Die Zeit blieb bei 56,15s und damit deutlich unter ihrem letztes Jahr am selben Ort aufgestellten Rekord von 56,73s stehen. Damit liegt die junge Niederösterreicherin nun sensationell auf Platz zwei der heurigen U23-Europarangliste hinter einer Ungarin mit 56,06s.
Im Interview mit dem ÖLV sagte Pressler: „Mit dem österreichischen Rekord hätte ich heute nicht gerechnet. Ich freue mich aber sehr, vor allem, da es wieder auf meiner Heimanlage vor diesem Publikum passiert ist. Ich bin wie immer etwas verhalten weggelaufen, anders als letzte Woche in Regensburg habe ich aber in der zweiten Kurve mehr Druck gemacht und konnte das Tempo auch gut bis ins Ziel halten. Die WM haben wir noch überhaupt nicht im Fokus, jetzt konzentriere ich mich einmal auf die U23-EM, aber es wäre der Wahnsinn, wenn es dann mit der WM klappen würde.“
Den krönenden Abschluss des Meetings bildete das 100m-Finale der Männer. Bereits im Vorlauf sprintete Markus Fuchs (Union St. Pölten) mit 10,21s (+1,0) schon ausgezeichnet, und blieb nur um 6/100s über dem eigenen ÖLV-Rekord. Im Finale flog der 27-Jährige über die Bahn. Markus Fuchs unterbot mit einer Zeit von 10,08s (+1,2) deutlich den ex aequo gehaltenen alten Rekord von 10,15s. Der Jubel bei Fuchs und im Stadion war groß. Damit hat Fuchs auch schon das EM-Limit für Rom 2024 in der Tasche und auch die Chancen auf eine WM-Teilnahme in Budapest steigen deutlich.
„Es fühlt sich sensationell an, das ist mein Stadion, das ist meine Bahn. Die Stimmung hier ist fantastisch. Ich habe heute mit allem gerechnet, aber nicht mit so einem Rennen, ich kann es noch gar nicht einordnen, das wird sicher noch ein paar Tage dauern. Ich kann mich an den Lauf gar nicht erinnern, ich war einfach locker drauf und entspannt. Ich habe immer groß geredet, aber meine „Road to 9,99“ kommt langsam in greifbare Nähe. Jetzt gehört der Rekord nur mir alleine, das ist so geil.“
Weitere NÖ-Siege
Für einen weiteren NÖLV-Sieg und einen neuen Stadionrekord sorgte Victoria Hudson (SVS Leichtathletik), die ihre starke Wurfserie im Speerwurf fortsetzte. Der weiteste Wurf landete dieses Mal bei 59,81m.
„Mein Ziel war der Stadionrekord, den habe ich geschafft. Technisch habe ich heute etwas zu viel über das rechte Bein gemacht, bin auch sehr aktiv im Anlauf gewesen. Da meine Stärke aber das linke Stemmbein ist, hat so der Rhythmus nicht mehr ganz gepasst, das zieht sich dann nach oben bis in den Abwurf. Aber ich fühle mich körperlich stark und werde sicher in den nächsten Wochen wieder weiter werfen.“
Außerdem einen Sieg feiern durfte Lionel Strasser (ATSV OMV Auersthal) im Hochsprung. Er überquerte 2,13m.
Gute Sprintzeiten zeigten die Damen über 100m. Magdalena Lindner (Union St. Pölten) sprintete mit 11,43s eine SB. Die U18-Athletinnen Christiane Krifka (SVS Leichtathletik) und Melissa Pluta (ATSV OMV Auersthal) durften über neue Bestzeiten von 11,97s bzw. 12,16s jubeln.
11/06/23 09:00, Text: NÖLV Redaktion
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