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Bronze für Lena Pressler bei der U23-Europameisterschaft

Lena Pressler bei der Siegerehrung (C) ÖLV, Coen Schilderman

Lena Pressler gewinnt bei der U23-Europameisterschaft in Espoo (FIN) sensationell die Bronze-Medaille über 400m Hürden mit einem neuen österreichischen Rekord von 55,94 s.

Damit ist sie die erste Österreicherin in der Geschichte, die unter der 56-Sekunden-Marke über diese Distanz bleibt. Außerdem ist ihre Bronze-Medaille die erst siebente Medaille bei der U23-EM für Österreich in der Geschichte. Zudem ist Pressler die erste Niederösterreicherin, die eine Medaille bei diesem Großereignis gewinnt.

Lena Pressler reiste mit einer Medaillenchance nach Espoo, doch das Feld lag wie immer dicht beeinander und Vorlauf, Semifinale und Finale mussten natürlich erfolgreich bestritten werden. Im Vorlauf am Freitag zeigte die 22-jährige bereits einen souveränen Auftritt, indem sie ihren Vorlauf in 57,60 s gewann. Auch im Semifinale am Samstag, wo es dann schon schneller her ging, präsentierte sich Pressler stark, gewann mit 56,48 s und zog mit einem großen "Q" ins Finale ein.

Am Sonntag um 11:35 (MEZ) bzw. 11:00 Ortszeit stand dann das Finale an. Die Athletin der Union St. Pölten hatte die Bahn 5 zugeteilt bekommen, eine für sie sehr gute Bahn. Lena Pressler startete, wie auch schon in den Läufen davor, eher langsamer und lies sich vom schnellen Anfangstempo mancher Konkurrentinnen nicht aus der Ruhe bringen. Wie sie selbst im Interview nachher sagte, vertraute sie auf ihr starkes Finish. So war es auch, Pressler bog sehr gut auf die Ziellgerade ein und zeigte starke letzte Hürden. Am Ende belegte sie mit starken 55,94 s (NR) Rang 3 hinter Andrea Rooth (NOR), die mit 55,78 EU23L lief und Louise Maraval (FRA) mit 55,83 s (PB).

Damit erweiterete Lena Pressler fünf Jahre später ihre internationale Medaillensammlung um eine weitere Bronzemedaille. Bei der U18-EM 2018 in Györ (HUN) hatte die von Viola Kleiser trainierte Athletin schon einmal Bronze über 400m Hürden gewonnen. Damals noch mit 59,11 s.

Lenas Worte im Interview mit dem ÖLV: „Ich kann es noch gar nicht glauben, ich hab es noch gar nicht realisiert. Bronze und Rekord, das ist einfach unglaublich. Ich kann mich an den Lauf gar nicht wirklich erinnern, was die anderen gemacht haben oder wo sie waren, da ich so auf mich fokusiert war. Mir war schon vorher klar, die anderen werden schnell beginnen und ich darf mich davon nicht nervös machen lassen. Und auf der Zielgerade gibt es sowieso nur Druck machen und Vollgas geben. Aber dass sich eine 55er-Zeit ausgeht hätte ich nicht gedacht. Platz 3 ist ein Traum, ich habe nicht wirklich geglaubt, dass ich eine Medaille machen kann, ein Wahnsinn, dass es Bronze geworden ist, es ist unbeschreiblich schön.“

17/07/23 12:00, Text: NÖLV Redaktion


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