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EM 2026: Pressler und Dlauhy in den 400-m-Hürden-Vorläufen stark

Lena Pressler als Schnellste von allen im Vorlauf (C) ÖLV/@amrisports

Am ersten Wettkampftag der Freiluft-EM in Birmingham (GBR) zogen Lena Pressler (Union St. Pölten) und Anja Dlauhy (ULC Riverside Mödling) über 400 m Hürden jeweils mit Vorlaufsiegen souverän ins Semifinale ein. 

Erstmals war Österreich mit gleich zwei 400-Hürden-Läuferinnen bei einer EM vertreten. Vor vier Jahren hatte Lena Pressler ihr EM-Debüt über 400 m Hürden gefeiert, vor zwei Jahren musste sie wenige Tage vor der EM wegen einer kurz zuvor erlittenen Fußverletzung w.o. geben. Die Niederösterreicherin hatte sich mit ihrer großartigen persönlichen Bestleistung bei den Staatsmeisterschaften in die Top-15 Europas geschoben, das Semifinale war nun das erklärte Ziel. 

Im ersten von drei Vorläufen startete sie auf Bahn acht und flog mit einem Blitzstart regelrecht zur ersten Hürde. Die 25-Jährige schloss bereits bei der zweiten Hürde auf die einzige Läuferin vor ihr auf und bog mit der Schweizerin Wernli führend auf die Zielgerade ein. Auf den letzten zwei Hürden enteilte die St. Veiterin der restlichen Konkurrenz förmlich und holte mit ihrer zweitschnellsten Karrierezeit von 54,97 s und fast einer Sekunde Vorsprung den souveränen Laufsieg. Nach dem zweiten Lauf war der Aufstieg ins Semifinale bereits fixiert, da dort keine Läuferin schneller war und das blieb auch im dritten Lauf so.

Lena Pressler: “Es ist megacool als Schnellste aller Läuferinnen den Aufstieg zu schaffen. Ich hatte zwar eine schnelle Zeit stehen, dachte aber die anderen werden schon noch etwas drauflegen. Mir ist alles sehr gut aufgegangen und das ist eine richtig starke Zeit. Damit bin ich sehr zufrieden. Ich bin einfach richtig schnell angelaufen und war bei der zweiten Hürde vielleicht etwas knapp, aber das habe ich gar nicht so gespürt. Es war schon ein Lauf, wo ich 100 Prozent gegeben habe. Jetzt gilt es sich für morgen nochmal richtig gut zu erholen und dann wieder voll anzugreifen.”

Anja Dlauhy gelingt als Gesamt-Drittschnellste der Aufstieg

Ebenfalls Bahn acht wurde Anja Dlauhy im dritten Heat zugelost. Die EM-Debütantin, die heuer den ÖLV-Rekord schon zwei Mal verbesserte, hatte das Freilos in den Vorläufen der Top-12 nur hauchdünn verpasst, ging aber als eine der Favoritinnen auf einen Semifinalplatz ins heutige Rennen. Die Niederösterreicherin lief kontrolliert an und kam mit den Top-3 auf die Zielgerade. Am Ende überholte die 23-Jährige dann auch noch die bereits klar vorne liegende Ukrainerin Tkachuk und holte wie Lena Pressler den Laufsieg. Mit 55,42 s lief die Traiskichnerin die drittschnellste Zeit ihrer Karriere und qualifizierte sich als Drittschnellste aller Läufe ebenso souverän für das morgige Semifinale.

Anja Dlauhy: “Der Lauf hat sich gar nicht so gut angefühlt, weil auf der Gegengerade doch ziemlich Gegenwind war. Das war ein bisschen schwierig für mich, da ich einen 15er-Rhythmus laufe und dann nicht so frequent laufen kann wie sonst. Aber es war sehr solide und kontrolliert und auch am Ende ging es dann, wie zuletzt auch, wieder sehr gut. Über den Laufsieg bin ich natürlich froh. Obwohl am Vormittag noch gar nicht so viele Zuschauer da waren, war die Atmosphäre schon ein Wahnsinn. Es ist etwas ganz anderes als Nachwuchs-Großereignisse, da ist die Nervosität natürlich hoch, aber ich finde, ich habe das heute ganz gut gemacht. Jetzt hoffe ich, dass es morgen genauso geht, nur noch ein bisschen schneller.”

Text: ÖLV-Beitrag adaptiert durch NÖLV-Redaktion; Fotos (C) ÖLV/@amrisports

12/08/26 15:09, Text: NÖLV Redaktion

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