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EM 2026: Pallitsch verpasst 1500-m-Finaleinzug

Fotos (C) ÖLV/@amrisports

Vor zwei Jahren sorgte Raphael Pallitsch (Union St.Pölten) über 1500 m aus österreichischer Sicht für zwei absolute Highlights, als er sowohl im Vorlauf als auch im Finale mit sensationellen Endspurts jeweils das Feld von hinten aufrollte und schlussendlich mit Rang sechs belohnt wurde.

Ins Finale wollte er auch diesmal einziehen, dazu musste der 36-Jährige, der sein EM-Debüt bereits vor 14 Jahren 2012 über 800 m gefeiert hatte, unter die Top-6 in seinem Vorlauf kommen. Der Burgenländer positionierte sich bei seiner dritten EM anfangs innen im Mittelfeld. Es wurde auch der vom Österreicher erhoffte eher langsame Lauf. Die ersten 800 m wurden in nur 2:07min absolviert. Als das Tempo auf der letzten Runde flotter wurde, konnte sich der Oggauer nicht rechtzeitig aus dem engen Feld befreien und musste die Zielgerade von Position 12 in Angriff nehmen. Dem ÖLV-Rekordhalter gelang zwar wieder ein starker Endspurt und er konnte noch drei Ränge gutmachen, mit 3:42,55 min und Platz neun in diesem Heat fehlten ihm am Ende nur 0,6 Sekunden auf den Aufstieg ins Finale. In der Endabrechnung ergab das für Pallitsch Rang 21, der sich damit seinen Traum vom zweiten Finale nicht erfüllen konnte. 

Raphael Pallitsch: “Es war ein taktischer Lauf. Ungewöhnlich für 1500 m fühle ich mich nicht wirklich belastet. Das ist natürlich dem Rennverlauf geschuldet. Ich habe meinen klassischen Zielsprint, meinen Turbo, heute zu spät gezündet. Das ist die erste Reaktion und wohl die richtigste. Für mich war klar, egal wie sich das Rennen gestaltet, dass ich relativ verhalten loslaufen werde. Ich bin einer der kleineren Läufer und Körperlichkeit ist bei einem 1500er auf jeden Fall eine relevante Größe. Ich wusste, wenn ich mich in die Waschmaschine, wie wir sagen, in die Rangeleien reinbegebe, dann bin ich normalerweise der Zweite mit meiner Statur. Ich habe zwar einiges abbekommen, aber das war heute sehr gelinde. Die Taktik war klar, sehr schonend durchkommen, und den Turbo zünden, wenn ein Loch aufgeht. Auf der Gegengerade wollte ich ihn zünden, denn da war es noch immer nicht wirklich intensiv. Aber da waren schon viel zu viele Positionskämpfe und ich hätte bis auf Bahn drei raus müssen. Das habe ich vorher verpasst und das musste ich leider abwarten. Innen hat sich auch nichts aufgetan, da habe ich falsch gegambelt. Meine Endgeschwindigkeit war sicher eine der höchsten, aber es hätte wieder einmal 50 m weiter gehen müssen. Ich muss das jetzt mal verdauen, ich hatte auf jeden Fall das Finale im Kopf. Ich nehme mir jetzt den Tag Zeit über einiges nachzudenken. ”

Text: ÖLV-Beitrag adaptiert durch NÖLV-Redaktion; Foto (C) ÖLV/@amrisports

16/08/26 13:14, Text: NÖLV Redaktion

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