Zwei U23-WM-Medaillen für Neo-Bobfahrer Daiyehan Nichols-Bardi
"Cool Runnings made in St. Pölten", kommentierte NÖLV-Präsident Gottfried Lammerhuber den Überraschungserfolg im Eiskanal. Gold ging an Deutschland (1:44,81 min) vor Russland (1:44,93 min) und Österreich I mit Mandlbauer/Nichols-Bardi (1:45,66 min). Insgesamt zehn Schlitten waren am Start.
"Die Bobsaison ist mit der Junioren-WM in Innsbruck beendet und es war zugleich mein Saisonhöhepunkt", berichtet Nichols-Bardi, um dann seinen Einstieg in diese Wintersportart zu beschreiben: "Im November war ich zum ersten Mal auf der Bobbahn. Im Dezember habe ich mein erstes Europacuprennen im Zweierbob gehabt und vergangenes Wochenende mein zweites bei der Junioren-WM in Innsbruck-Igls."
Auf den Spuren seiner Trainerin
Ein Einstand nach Maß, dem er auch eine Silbermedaille im Viererbob folgen ließ, allerdings waren da nur zwei U23-Bobs am Start. Österreichs Quartett mit Markus Kaiser, Daiyehan Nichols-Bardi, Dominik Hanschitz und Luca Volgger wurde mit einer Zeit von 1:44,45 min und +1,72 s Rückstand auf Russland Zweiter.
NÖLV-Trainerin Viola Kleiser, die Nichols-Bardi betreut, blickt selbst auf eine Bob-Karriere zurück, die sie im Zweierbob sogar zu den Olympischen Spielen nach Sotschi 2014 brachte. Mit ihr wird der 20-jährige Union-St.Pölten-Athlet seine sportliche Zukunft besprechen, eine Leichtathletik-Hallensaison steht heuer nicht auf dem Programm, denn der Erfolg bei der Junioren-WM kam "doch ziemlich überraschend", wie er sagt. "Dadurch haben sich jetzt neue Möglichkeiten entwickelt", wie er ergänzt. Olympia 2026 könnte ein Fernziel sein. Die nahe Zukunft bringt aber jetzt einmal ein Bob-Training Anfang Februar in Altenberg (GER) mit seinem Piloten Jakob Mandlbauer mit sich, "um die Bahn besser kennenzulernen".
Foto (C) Privat
24/01/22 21:33, Text: NÖLV Redaktion
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